Die historische Bedeutung der Eselinnenmilch
Schon seit Tausenden von Jahren beschäftigen sich die Menschen mit Eselinnenmilch und ihren Eigenschaften. Die erste bekannte Erwähnung findet sich auf einem altägyptischen Relief. Zu den antiken Schönheitsritualen wohlbetuchter Frauen sollen schon damals Bäder in Eselsmilch gezählt haben, die beispielsweise der Königin Kleopatra und der zweiten Frau Neros, Poppaea Sabina, nachgesagt werden. Über Messalina, ebenfalls die Gemahlin eines römischen Kaisers, heißt es, sie habe Brotstücke für ihre Gesichtsmaske verwendet, die zuvor in Eselinnenmilch getunkt worden waren.
Die bis heute nicht abreißenden Diskussionen über die therapeutische Wirkung reichen ebenfalls weit in die Antike zurück. Der Arzt Hippokrates gilt als erster, der über die medizinische Verwendung von Eselinnenmilch schrieb und sie als Mittel gegen Fieber, Vergiftungen, Ödeme und andere Leiden empfahl. Zu Beginn unserer Zeitrechnung beschäftigte sich Plinius der Ältere in seinem Werk „Naturalis historia" ebenfalls mit den Vorzügen der Milch von Eselinnen.
Die wissenschaftliche Auseinandersetzung nahm in der Zeit der Renaissance neuen Fahrt auf und erreichte im 18. Jahrhundert einen ersten Höhepunkt. Von diesem Wissen profitierten jedoch nur wenige Menschen, in erster Linie der Adel. So soll zum Beispiel Pauline, die Schwester Napoleons, von der Wirkung der Eselinnenmilch sehr angetan gewesen sein. Im Laufe des 19. Jahrhunderts wurde die begehrte Milch darüber hinaus auch immer häufiger in Entbindungsheimen eingesetzt, um verwaiste Säuglinge zu ernähren. Die Folge war, dass überall in Europa spezielle Eselfarmen entstanden, so etwa in Frankreich, Deutschland, Belgien oder in der Schweiz.
Heute spielt Eselinnenmilch in den Bereichen Ernährung, Kosmetik und Medizin nach wie vor eine wichtige Rolle. Das Produktangebot ist mittlerweile so breit gefächert, dass es schwerfällt, den Überblick zu behalten. An einem Aspekt hat sich jedoch auch im 21. Jahrhundert nichts geändert: Eselstutenmilch ist aufgrund ihrer Seltenheiten noch immer ein Nischenprodukt.
Wie wird Eselsmilch gewonnen?
Dass die Milch der Eselstute ein seltenes und wertvolles Gut ist, erklärt sich nicht zuletzt aus der Produktion. Es ist schwierig, die begehrte Milch in einem größeren Umfang zu produzieren. Die Milchdrüse einer Eselstute hat ein Fassungsvermögen von nur höchstens 2,5 Litern. Ein einzelner Melkvorgang bringt zwischen 0,5 und 1,5 Liter Milch ein. Dies sind weniger als 5 Prozent der Menge, die eine Milchkuh gibt. Hinzu kommt, dass die Milchproduktion als Teil des Zuchtbetriebs angelegt sein muss, da eine Eselin nur gemolken werden kann, wenn sie ein Fohlen hat. Dieser Zeitraum beträgt 6 bis 7 Monate.
Das Melken lässt sich ausschließlich manuell erledigen. Im Optimalfall liegen zwischen den Melkvorgängen mindestens 3 Stunden. Mehr als dreimal täglich sollte eine Eselstute nicht gemolken werden. Bei diesem Vorgang ist es wichtig, dass zwischen Mensch und Tier ein intaktes Vertrauensverhältnis besteht, da eine Eselstute leicht zu Stress neigt. Aufgrund dieser Besonderheiten findet die kommerzielle Milchproduktion in der Regel in einem sehr überschaubaren Rahmen statt. Meist leben in den Betrieben nicht mehr als ein paar Dutzend Esel.
Ein weiterer Faktor, der die Gewinnung erschwert, ist die geringe Haltbarkeit der Frischmilch. Ohne Konservierung verdirbt Eselsmilch innerhalb weniger Stunden. Deshalb setzen viele Produzenten auf Gefriertrocknung (Lyophilisation), bei der die Milch schonend zu Pulver verarbeitet wird. Dieses Verfahren bewahrt die wertvollen Inhaltsstoffe und ermöglicht eine Lagerung von bis zu zwei Jahren. Frische Eselsmilch ist daher fast ausschließlich direkt am Hof oder in unmittelbarer Umgebung erhältlich.
Mehr über Eselinnen erfahrenWas kostet Eselstutenmilch?
Von welchen Faktoren hängt ihr Preis ab?
Eselstutenmilch ist um ein Vielfaches teurer als die Milch von Kühen (rund 1 Euro pro Liter) oder Ziegen (rund 3 Euro pro Liter). Dieser Umstand lässt sich vor allem auf die umständliche Produktion zurückführen. In unseren Breiten kann ein Liter zwischen 30 und 50 Euro kosten, womit Eselinnenmilch zu einer der teuersten Milchsorten überhaupt zählt. Wie sich der Preis im Einzelnen bildet, hängt von einer Reihe von Faktoren ab. Wichtig sind in diesem Zusammenhang der Standort des Milchbetriebs, die Eselrasse, die Lebensbedingungen des Tiers, aber auch die generelle Erhältlichkeit am Ort, an dem man sich befindet. Der Transport über weite Strecken ist kaum möglich, da Eselstutenmilch schnell verdirbt.
In Form von gefriergetrocknetem Pulver ist Eselsmilch deutlich günstiger und leichter verfügbar. 100 Gramm Pulver, die etwa einem Liter rekonstituierter Milch entsprechen, kosten je nach Anbieter zwischen 20 und 40 Euro. Kosmetikprodukte auf Eselsmilch-Basis, wie Seifen, Cremes und Lotionen, sind bereits ab wenigen Euro erhältlich und bieten einen einfachen Einstieg in die Welt dieses besonderen Naturprodukts.
Welchen kosmetischen Nutzen hat Eselinnenmilch?
In den letzten Jahren hat sich die Kosmetikindustrie immer mehr natürlichen Inhaltsstoffen aus nachhaltiger Produktion zugewandt. Die Muttermilch von Eselstuten fügt sich in diesen Trend gut ein. Das ist angesichts der vielen Vorteile, die kosmetische Produkte auf Eselsmilch-Basis bieten, auch nicht verwunderlich.
Ob Proteine, Mineralien, Vitamine, Fettsäuren, Enzyme oder Coenzyme: Die verschiedenen Milchbestandteile unterstützen eine ausgewogene Versorgung der Haut und tragen zu einer gleichmäßigen Hydratation bei. Hervorzuheben ist besonders das Antioxidans Vitamin C, das dabei hilft, die Bildung von Falten zu reduzieren. Es spielt aber nicht nur in Anti-Aging-Mitteln eine gewichtige Rolle. Darüber hinaus lindert Vitamin C Reizungen und Entzündungen, hellt Pigmentflecken auf und vermindert Unreinheiten der Haut. Im Vergleich zu Kuhmilch enthält Eselstutenmilch einen beinahe viermal so großen Anteil an Vitamin C.
Vitamin C & Anti-Aging
Hilft bei der Reduzierung von Falten, lindert Reizungen und hellt Pigmentflecken auf. 4x mehr Vitamin C als Kuhmilch.
Milchfett & Schutzmantel
Stärkt und erneuert den Säureschutzmantel der Haut. Besonders wirksam in den kalten Monaten gegen Trockenheit.
Retinol & Zellerneuerung
Stimuliert die Zellerneuerung und regt die Kollagenproduktion an. Bewahrt Festigkeit und Elastizität der Haut.
Ein weiterer Vorzug ist das in der Eselinnenmilch vorkommende Milchfett, das den Säureschutzmantel der Haut stärkt und erneuert, ihm aber auch eine größere Widerstandskraft verleiht. Davon profitiert die Haut vor allem in den kalten Monaten, in denen sie stark strapaziert ist und mit Trockenheit zu kämpfen hat. Gut zu wissen: Eselsmilch passt praktisch zu jedem Hauttyp.
Ein anderer spannender Bestandteil der Eselstutenmilch ist das Vitamin-A-Derivat Retinol, das dafür bekannt ist, die Zellerneuerung zu stimulieren und die Kollagenproduktion des Körpers anzuregen. Da dieser Prozess in den frühen 30ern allmählich abnimmt, kann Retinol einiges dazu beitragen, die Festigkeit und Elastizität der Haut auch in späteren Jahren zu bewahren.
Die Gründe sind also vielfältig, weshalb die Muttermilch von Eselinnen in vielen Kosmetikprodukten enthalten ist, so zum Beispiel in Seifen, Bodylotions, Shampoos, Gesichts- und Handcremes. Dabei sprechen nicht nur kosmetische Aspekte für diese Produkte, sondern auch gesundheitliche. Biologisch produzierte Eselinnenmilch enthält keine Parabene, Mineralöle, Silikone oder zusätzliche Duftstoffe. Wer sich für diese Produkte entscheidet, kann darüber hinaus sicher sein, dass sie ohne Tierversuche entwickelt worden sind.
Der medizinische Wert von Eselstutenmilch
Viele Bestandteile von Eselinnenmilch haben einen nachgewiesenen medizinischen Nutzen. Lactoferrin ist ein gutes Beispiel. Dieser Immunmodulator hat die Aufgabe, die Haut im Falle einer Entzündung zu regulieren. Außerdem sorgt Lactoferrin dafür, dass aufgenommenes Eisen im Körper optimal verteilt wird. Die Muttermilch von Eselinnen ist reich an Lactoferrin, ganz im Gegensatz zu Kuhmilch.
Darüber hinaus ist in der Eselinnenmilch eine beträchtliche Menge an Lysozym enthalten, ein Enzym, das in Kuhmilch ebenfalls nur in sehr geringen Mengen vorkommt. Lysozym ist dafür bekannt, die Zellwände von Mikroorganismen wie Bakterien oder Viren abzubauen, sodass diese Eindringlinge nicht tief in die Haut eindringen können. Sowohl Lysozym als auch Lactoferrin tragen dazu bei, Hauptprobleme wie Ekzeme, Schuppenflechte, Akne oder Herpes zu reduzieren beziehungsweise die Reizung der Haut zu beruhigen.
Lactoferrin
Reguliert Entzündungen, verteilt Eisen optimal im Körper. In Eselsmilch in hohen Mengen vorhanden — im Gegensatz zu Kuhmilch.
Lysozym
Baut Zellwände von Bakterien und Viren ab. Hilft bei Ekzemen, Schuppenflechte, Akne und Herpes.
Fettsäuren
Halten Cholesterin in Schach und beugen Arteriosklerose vor. Schützen das Herz-Kreislauf-System.
Hypoallergen
Ideal als Milchalternative für Säuglinge und Kinder mit Kuhmilchallergie. Der Muttermilch sehr ähnlich.
Eine vorbeugende Wirkung kann die Muttermilch von Eselstuten mit Blick auf entzündliche sowie Erkrankungen des Herz-Kreislauf-Systems entfalten. In ihr sind große Mengen an Fettsäuren enthalten, die das Cholesterin in Schach halten und auf diese Weise verhindern, dass es sich in den Blutgefäßen ablagert, sie verengt oder sogar verschließt, wie dies für Arteriosklerose typisch ist.
Eselinnenmilch wird schon lange eingesetzt, um Säuglingen und Kindern, die allergisch auf Kuhmilch reagieren, eine gut verträgliche Milchalternative zu bieten. Vor allem bei der Ernährung von Babys spielen Vorsichtsmaßnahmen sowie die ärztliche Aufsicht eine entscheidende Rolle.
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Häufig gestellte Fragen
Milchprodukte tragen einiges für die Entwicklung und die Stärkung des Immunsystems bei. Ihr Genuss kommt allzu oft aber auch mit Unverträglichkeiten und Mangelerscheinungen einher. Wer zu Eselsmilch greift, kann diese Risiken deutlich reduzieren. In ihr ist die für die Knochenbildung so wichtige Laktose in einem hohen Maße enthalten. Zu empfehlen ist der Verzehr vor allem für ältere und geschwächte Personen, die eine Stärkung benötigen. Die in der Eselinnenmilch vorkommenden probiotischen Substanzen erleichtern es dem Körper, Kalzium aufzunehmen. Aus diesem Grund kann sie beispielsweise bei der Vorbeugung von Osteoporose einen guten Dienst leisten.
Die positiven Effekte der Milch gehen auf eine Vielzahl an wertvollen Bestandteilen zurück, zu denen etwa die folgenden zählen:
- Vitamin A, B1, B2 B6, D, C sowie E
- Mineralstoffe und Spurenelemente wie Magnesium, Natrium, Eisen oder Calcium
- Immunglobuline wie Lactoferrin, Lysozym und Lactoperoxidase
- Alkylglycerine
- Linolen- und Linolsäure
Ein großer Pluspunkt der Muttermilch von Eselstuten ist ihr Geschmack, der den meisten Menschen zusagt. Sie gilt als wohlschmeckend und zeichnet sich durch einen süßlichen Geschmack aus, der ein wenig an Karamell erinnert.
Eselstutenmilch ist dafür bekannt, große Ähnlichkeiten mit menschlicher Muttermilch aufzuweisen. Sie ist weiß, sehr flüssig, enthält wenig Fett und lässt sich leicht verdauen. Die verschiedenen Spurenelemente, Mineralien, Vitamine und Proteine helfen dem Immunsystem und unterstützen die Regeneration der Darmflora. Daher ist es nicht überraschend, dass Eselstutenmilch zum Einsatz kommt, um Säuglinge zu stillen.
Vor allem kleine Bauernhöfe verkaufen nur rohe Eselinnenmilch. Da diese nicht pasteurisiert ist, besteht durch den Verzehr immer ein gewisses Risiko, sich mit Krankheiten anzustecken. Auch der Kontakt mit schädlichen Bakterien und Toxinen lässt sich nicht grundsätzlich ausschließen. Dieser kann insbesondere für Säuglinge, Ältere oder Menschen mit einem geschwächten Immunsystem eine Gefahr darstellen.
Für Allergien ist häufig das Protein ß-Lactoglobulin verantwortlich, das in Kuhmilch in hohem Maße vorkommt. In der Muttermilch von Eselinnen ist es jedoch weitaus weniger zu finden. Aus diesem Grund ist sie in der Regel besser für den Verzehr geeignet.